Bitcoin verschenken & vererben: Steuern, Freibeträge, Fristen
Bitcoin verschenken oder vererben: Die Haltefrist läuft weiter, Freibeträge je nach Verwandtschaft, die 10-Jahres-Regel und die Anzeige beim Finanzamt.
- 01Zwei Steuern, zwei Fragen
- 02Die Haltefrist läuft weiter
- 03Freibeträge: Es kommt auf die Verwandtschaft an
- 04Welcher Wert zählt: der Kurs am Stichtag
- 05Die 10-Jahres-Regel: frühere Geschenke zählen mit
- 06Anzeigepflicht: dem Finanzamt Bescheid geben
- 07So verschenkst du Bitcoin sauber
- 08Und wenn Bitcoin vererbt werden?
- 09Deine Checkliste
- 10Wie geht es weiter?
Kurz gesagt~35 Sek.
- 01Verschenken ist kein Verkauf: Für dich fällt keine Einkommensteuer an. Die beschenkte Person übernimmt dein Kaufdatum – die Haltefrist läuft weiter.
- 02Schenkung- oder Erbschaftsteuer fällt nur über dem Freibetrag an. Er hängt vom Verwandtschaftsgrad ab: von 20.000 € (etwa Freunde, unverheiratete Paare) bis 500.000 € (Ehegatten).
- 03Maßgeblich ist der Euro-Wert am Stichtag: bei einer Schenkung der Tag der Ausführung, bei einer Erbschaft in der Regel der Todestag.
- 04Geschenke derselben Person innerhalb von zehn Jahren werden zusammengerechnet – frühere mit ihrem damaligen Wert.
- 05Schenkungen und Erbschaften sind dem Finanzamt binnen drei Monaten anzuzeigen, grundsätzlich auch unter dem Freibetrag. Keine Steuerberatung (Stand: September 2026).
Vorher gutErbschaft & Notfallplan
Wer Bitcoin verschenkt oder vererbt, hat es mit zwei Steuern zu tun – der Einkommensteuer und der Schenkung- bzw. Erbschaftsteuer – und mit einer Meldepflicht. Allgemeine Information, keine Steuerberatung (Stand: September 2026). Wie deine Angehörigen im Ernstfall technisch an deine Bitcoin kommen, erklärt Erbschaft & Notfallplan.
Zwei Steuern, zwei Fragen
| Frage | Gesetz | Antwort |
|---|---|---|
| Ist das ein Verkauf, der Einkommensteuer auslöst? | § 23 EStG | Nein. Die Haltefrist läuft bei der neuen Besitzerin weiter. |
| Wird die Bereicherung besteuert? | ErbStG | Nur, soweit der Wert über dem persönlichen Freibetrag liegt. |
Einkommensteuer auf Kursgewinne setzt ein privates VeräußerungsgeschäftGlossarPrivates VeräußerungsgeschäftSteuerbegriff aus § 23 EStG: Verkaufst oder tauschst du privat gehaltene Bitcoin innerhalb eines Jahres nach dem Kauf, ist der Gewinn steuerpflichtig – es sei denn, alle solchen Gewinne des Jahres bleiben zusammen unter der Freigrenze von 1.000 €.Im Lernpfad: Etappe 6 · Schritt 3 – Bitcoin & Steuern →Im Glossar → voraus, also eine entgeltliche Übertragung – gegen Geld, Waren oder andere Kryptowerte.[2] Eine Schenkung ist unentgeltlich. Für Schenkungen und Erbschaften gelten im ErbStG weitgehend dieselben Steuerklassen und Freibeträge.[3]
Die Haltefrist läuft weiter
Wer Bitcoin geschenkt bekommt oder erbt, dem rechnet das Gesetz die Anschaffung durch den Vorbesitzer zu.[1],[2] Die einjährige HaltefristGlossarHaltefrist (Spekulationsfrist)In Deutschland ist der Gewinn aus dem Verkauf privat gehaltener Bitcoin steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt (§ 23 EStG, Stand: September 2026). Jeder Kauf hat dabei seine eigene Frist.Im Lernpfad: Etappe 6 · Schritt 3 – Bitcoin & Steuern →Im Glossar →, nach der ein Verkauf steuerfrei ist, beginnt also nicht neu.
Die beschenkte Person braucht deshalb deine Kaufbelege mit Kaufdatum und Kaufpreis. Ohne diese Belege kann sie kaum nachweisen, wann die Haltefrist endet und wie hoch ihr Gewinn ist; fehlende Nachweise gehen in der Regel zu ihren Lasten.[2]
Beispiel: Die Frist läuft einfach weiter
Eine Mutter kauft 0,2 BTC und verschenkt sie später an ihre Tochter. Die Kurse sind Beispielkurse; wir rechnen in Euro, weil das Finanzamt in Euro rechnet.
15.03. · Jahr 1
Die Mutter kauft
0,2 BTC zu 70.000 € je BTC – Anschaffungskosten 14.000 €.
05.11. · Jahr 1
Schenkung an die Tochter
Kurs 74.000 €, Wert der Schenkung 14.800 €. Für die Mutter ist das kein Verkauf. Der Betrag liegt weit unter dem Freibetrag der Tochter von 400.000 €, ist aber binnen drei Monaten anzuzeigen.
16.03. · Jahr 2
Verkauf steuerfrei möglich
Die Jahresfrist lief ab dem Kauf der Mutter und endete mit Ablauf des 15.03. Ab jetzt kann die Tochter die 0,2 BTC nach geltendem Recht steuerfrei verkaufen.
Verkauft die Tochter schon im Februar von Jahr 2 zu 80.000 €, erzielt sie 16.000 € − 14.000 € = 2.000 € Gewinn. Den versteuert sie, nicht die Mutter. Die FreigrenzeGlossarFreigrenze (1.000 €)Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften bleiben steuerfrei, wenn sie im Kalenderjahr zusammen unter 1.000 € liegen. Ab 1.000 € ist der ganze Gewinn steuerpflichtig.Im Lernpfad: Etappe 6 · Schritt 3 – Bitcoin & Steuern →Im Glossar → hilft hier nicht: Steuerfrei bleibt nur ein Gesamtgewinn im Jahr von weniger als 1.000 €.[2] Die Fristberechnung im Detail erklärt Bitcoin & Steuern in Deutschland; mehrere Käufe kannst du im Haltefrist-Rechner durchspielen.
Freibeträge: Es kommt auf die Verwandtschaft an
Freibetrag und Steuersatz hängen von der Steuerklasse ab.[3] Die Freibeträge gelten in voller Höhe, wenn mindestens eine Seite in Deutschland wohnt (unbeschränkte Steuerpflicht):[7]
| Wer bekommt die Bitcoin? | Steuerklasse | Freibetrag |
|---|---|---|
| Ehegatte, eingetragene Lebenspartnerin | I | 500.000 € |
| Kinder, Stiefkinder, Kinder verstorbener Kinder | I | 400.000 € |
| Enkelkinder | I | 200.000 € |
| Eltern und Großeltern – nur bei einer Erbschaft | I | 100.000 € |
| Eltern und Großeltern bei einer Schenkung, Geschwister, Nichten und Neffen, Schwiegereltern und -kinder, geschiedene Ehegatten | II | 20.000 € |
| Alle anderen, zum Beispiel unverheiratete Partner, Freundinnen, Patenkinder | III | 20.000 € |
Jeder Freibetrag gilt pro Person, von der du etwas bekommst, und für zehn Jahre. Ein Kind kann also von Mutter und Vater jeweils bis zu 400.000 € steuerfrei erhalten.[6],[7]
Tiefer eintauchenWelche Steuersätze gelten oberhalb der Freibeträge?
Der Satz richtet sich nach Steuerklasse und Höhe des steuerpflichtigen Erwerbs und gilt für den gesamten steuerpflichtigen Betrag. Eine Härteregel mildert Sprünge knapp über den Wertgrenzen.[3]
| Steuerpflichtiger Erwerb bis einschließlich | Klasse I | Klasse II | Klasse III |
|---|---|---|---|
| 75.000 € | 7 % | 15 % | 30 % |
| 300.000 € | 11 % | 20 % | 30 % |
| 600.000 € | 15 % | 25 % | 30 % |
| 6.000.000 € | 19 % | 30 % | 30 % |
| 13.000.000 € | 23 % | 35 % | 50 % |
| 26.000.000 € | 27 % | 40 % | 50 % |
| darüber | 30 % | 43 % | 50 % |
Im Erbfall erhält der überlebende Ehegatte zusätzlich einen Versorgungsfreibetrag von 256.000 €, Kinder bis 27 Jahre je nach Alter 52.000 € bis 10.300 €. Er wird um steuerfreie Versorgungsbezüge gekürzt, etwa gesetzliche Hinterbliebenenrenten.[3]
Welcher Wert zählt: der Kurs am Stichtag
- Schenkung: Die Steuer entsteht mit der Ausführung der Zuwendung.[4]
- Erbschaft: Die Steuer entsteht grundsätzlich mit dem Tod des Erblassers.[4]
Bewertet wird zu diesem Zeitpunkt,[5] und zwar mit dem gemeinen Wert – dem Preis, der bei einem Verkauf im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre.[9] Für Bitcoin ist das der Marktkurs in Euro an diesem Tag. Eine bestimmte Kursquelle schreibt das Gesetz nicht vor. Halte deshalb Kurs, Quelle, Datum und Uhrzeit fest, etwa per Screenshot. Zur Orientierung: 1 BTC kostet aktuell 86.292 $ bzw. 77.136 €. Den Kurs eines zurückliegenden Stichtags, etwa des Todestags, zeigt die Kurshistorie der Chart-Seiten.
Fällt der Kurs nach dem Stichtag, ändert das an der Bewertung nichts. Das kann vor allem Erben größerer Bestände treffen: Die Steuer richtet sich weiter nach dem höheren Wert vom Stichtag.
Tiefer eintauchenWann gilt eine Bitcoin-Schenkung als „ausgeführt“?
Das Gesetz knüpft an die Ausführung an, eine eigene Regel für Bitcoin gibt es nicht.[4] Nach unserem Verständnis ist die Schenkung ausgeführt, sobald die beschenkte Person selbst über die Bitcoin verfügen kann – typischerweise, wenn die Transaktion in ihrer Wallet angekommen ist.
Die 10-Jahres-Regel: frühere Geschenke zählen mit
Mehrere Erwerbe von derselben Person innerhalb von zehn Jahren werden zusammengerechnet, frühere mit ihrem damaligen Wert.[6] Mit der einjährigen Haltefrist hat diese Regel nichts zu tun.
Rechenbeispiel: zwei Geschenke an ein Patenkind
Patenkinder gehören zur Steuerklasse III mit 20.000 € Freibetrag.[7] Beispielkurse, Beträge in Euro.
| Menge | Kurs je BTC | Wert am Stichtag | |
|---|---|---|---|
| 1. Schenkung, Jahr 1 | 0,5 BTC | 9.000 € | 4.500 € |
| 2. Schenkung, Jahr 7 | 0,3 BTC | 74.000 € | 22.200 € |
| Zusammengerechnet | 26.700 € | ||
| abzüglich Freibetrag | − 20.000 € | ||
| Steuerpflichtig | 6.700 € | ||
| Steuer (Klasse III, 30 %) | 2.010 € |
Die 0,5 BTC aus Jahr 1 wären in Jahr 7 37.000 € wert, zählen aber nur mit den damaligen 4.500 €. Läge die erste Schenkung mehr als zehn Jahre zurück, fiele sie ganz heraus: Steuerpflichtig wären dann nur 2.200 €.[6] Hat schon eine frühere Schenkung Steuer ausgelöst, wird diese angerechnet, damit nichts doppelt besteuert wird.[6]
Anzeigepflicht: dem Finanzamt Bescheid geben
Jeder Erwerb, der unter das ErbStG fällt, ist dem für die Erbschaftsteuer zuständigen Finanzamt binnen drei Monaten schriftlich anzuzeigen, bei einer Schenkung auch von der schenkenden Person. Die Anzeige soll unter anderem Namen und Steuer-ID beider Seiten, Zeitpunkt, Gegenstand und Wert sowie frühere Zuwendungen derselben Person enthalten.[8]
- Auch unter dem Freibetrag: Laut bayerischer Finanzverwaltung befreit ein Wert unter dem Freibetrag nicht von der Anzeige, weil der Freibetrag nur einmal in zehn Jahren gilt.[10]
- Ausnahmen: übliche Gelegenheitsgeschenke, die eindeutig zu keiner Steuer führen,[10] und notariell oder gerichtlich beurkundete Schenkungen.[8]
- Im Erbfall läuft die Frist ab dem Zeitpunkt, an dem du von deinem Erwerb erfährst. Die Anzeige entfällt, wenn du aufgrund eines Testaments erbst, das ein deutsches Gericht oder ein Notar eröffnet hat und aus dem dein Verhältnis zum Verstorbenen eindeutig hervorgeht – nicht aber, wenn etwa Grundbesitz, Betriebsvermögen oder Auslandsvermögen dazugehört.[8],[10]
- Wer zahlt? Die beschenkte Person oder der Erbe; bei einer Schenkung schuldet die Steuer zusätzlich die schenkende Person.[3]
Melden lohnt sich auch ohne Steuer: Bei einer Schenkung beginnt die Festsetzungsfrist frühestens mit Ablauf des Jahres, in dem das Finanzamt davon erfährt oder die schenkende Person stirbt.[11] Eine nie gemeldete Schenkung kann also Jahrzehnte später noch Thema werden. Welche Daten Anbieter dem Finanzamt melden, erklärt DAC8 & Meldepflichten.
So verschenkst du Bitcoin sauber
Eigene Wallet der beschenkten Person einrichten
Die Seed-PhraseGlossarSeed-Phrase (Recovery Phrase)Eine Folge aus meist 12 oder 24 Wörtern, aus der deine Wallet alle privaten Schlüssel ableitet. Wer die Wörter kennt, hat vollen Zugriff auf deine Bitcoin – deshalb gehören sie offline gesichert und niemals in fremde Hände.Im Lernpfad: Etappe 5 · Schritt 3 – Seed-Phrase sichern →Im Glossar → schreibt und sichert die beschenkte Person selbst, nicht du – nur so kontrolliert sie ihre Bitcoin wirklich. Anleitung: Deine erste Wallet einrichten.
Adresse prüfen und mit einem Testbetrag starten
Vergleiche die Empfangsadresse Zeichen für Zeichen und sende zuerst einen kleinen Betrag – Bitcoin-Transaktionen lassen sich nicht zurückholen. Sendest du von einer BörseBegriffBörse (Krypto-Börse)Handelsplattform, auf der Käufer und Verkäufer Bitcoin über ein Orderbuch miteinander handeln.Im Lernpfad: Etappe 4 · Schritt 2 – Anbieter wählen →Im Glossar →WerbungZugelassene Anbieter mit PartnerlinkAnbieter aus unserem VergleichBISONBörse · MiCA (BaFin)Zu BISON (Werbelink, öffnet neues Fenster)Für dein Land ohne PartnerlinkKeine Partnerschaft · Profil →KrakenBörse · MiCA (CBI Irland)Zu Kraken (Werbelink, öffnet neues Fenster)Für dein Land ohne PartnerlinkKeine Partnerschaft · Profil →BitvavoBörse · MiCA (AFM Niederlande)Zu Bitvavo (Werbelink, öffnet neues Fenster)Für dein Land ohne PartnerlinkKeine Partnerschaft · Profil →CoinbaseBörse · MiCA (CSSF Luxemburg)Zu Coinbase (Werbelink, öffnet neues Fenster)Für dein Land ohne PartnerlinkKeine Partnerschaft · Profil →BitpandaBörse · MiCA (FMA/BaFin/MFSA)Zu Bitpanda (Werbelink, öffnet neues Fenster)Für dein Land ohne PartnerlinkKeine Partnerschaft · Profil →Alle 7 im Vergleich – auch ohne Partnerschaft →*Werbelink: Eröffnest du darüber ein Konto oder kaufst etwas, erhalten wir eine Provision. Dein Preis ändert sich nicht. Wie wir Geld verdienen →18+ · Kryptowerte schwanken stark, Totalverlust möglich. Keine Einlagensicherung. an eine selbst verwahrte Wallet, erfasst der Anbieter nach der Travel RuleGlossarTravel Rule (Geldtransferverordnung)EU-Regel, nach der Krypto-Anbieter bei Übertragungen Angaben zu Absender und Empfänger mitschicken. Seit 30.12.2024 gilt zudem: Bei mehr als 1.000 € von oder an eine eigene Wallet prüft der Anbieter, ob die Adresse dir gehört.Im Lernpfad: Etappe 5 · Schritt 4 – Erste Auszahlung →Im Glossar → Angaben zu dir und zur empfangenden Person.[14] Ablauf: Deine erste Auszahlung auf die eigene Wallet.
Wert am Stichtag festhalten
Sobald die Bitcoin angekommen sind: Datum, Uhrzeit, Menge, Euro-Kurs und Kursquelle notieren, dazu ein Screenshot und die Transaktions-ID.
Kaufbelege weitergeben
Kopien mit Kaufdatum und Kaufpreis der verschenkten Bitcoin – die beschenkte Person braucht sie für ihre Haltefrist.[1]
Kurz schriftlich festhalten
Eine sofort vollzogene Schenkung braucht keinen Notar: Der Formmangel eines bloßen Schenkungsversprechens wird durch die Übertragung geheilt.[13] Ein kurzes, von beiden unterschriebenes Blatt (wer, wann, wie viel BTC, an welche Adresse) dient trotzdem als Nachweis.
Und wenn Bitcoin vererbt werden?
Steuerlich gilt dasselbe wie bei einer Schenkung, nur ist der Stichtag in der Regel der Todestag,[4],[5] und Eltern und Großeltern haben einen höheren Freibetrag.[7] Verkaufen Erben vor Ablauf der weiterlaufenden Jahresfrist, kann zusätzlich Einkommensteuer auf den Gewinn gegenüber dem Kaufpreis des Verstorbenen anfallen.[1]
Die größere Hürde ist oft eine praktische: Liegen die Bitcoin in SelbstverwahrungGlossarSelbstverwahrung (Self-Custody)Du hältst die privaten Schlüssel zu deinen Bitcoin selbst – in einer eigenen Wallet statt beim Anbieter. Niemand kann deine Bitcoin einfrieren. Aber niemand hilft dir, wenn du Seed-Phrase und Schlüssel verlierst.Im Lernpfad: Etappe 5 · Schritt 1 – Verwahrung verstehen →Im Glossar → und findet niemand das Backup, sind sie verloren. Wie du vorsorgst, ohne deine Sicherheit heute zu schwächen, erklärt Erbschaft & Notfallplan.
Deine Checkliste
Bitcoin verschenken – alles bedacht?
0/7 erledigtWie geht es weiter?
Häufige Fragen
Muss ich Einkommensteuer zahlen, wenn ich Bitcoin verschenke?
Nein. Eine Schenkung ist unentgeltlich und damit kein Verkauf. Verkauft die beschenkte Person innerhalb der noch laufenden Jahresfrist, versteuert sie den Gewinn – nicht du.
Beginnt die Haltefrist für Beschenkte oder Erben neu?
Nein. Ihnen wird dein Kaufdatum zugerechnet. Hältst du die Bitcoin schon länger als ein Jahr, können sie nach geltendem Recht sofort steuerfrei verkaufen – sofern sie dein Kaufdatum belegen können.
Muss ich eine Schenkung melden, die unter dem Freibetrag liegt?
Grundsätzlich ja, binnen drei Monaten und für beide Seiten, denn der Freibetrag gilt nur einmal in zehn Jahren. Ausgenommen sind übliche Gelegenheitsgeschenke, die eindeutig steuerfrei bleiben, und notariell oder gerichtlich beurkundete Schenkungen.
Welcher Kurs gilt für die Schenkungsteuer?
Der Marktwert in Euro am Stichtag: bei einer Schenkung der Tag der Ausführung, bei einer Erbschaft in der Regel der Todestag. Halte Kurs, Quelle und Uhrzeit fest, etwa per Screenshot.
Mein Partner und ich sind nicht verheiratet. Was gilt, wenn er meine Bitcoin erben soll?
Unverheiratete Partner gehören zur Steuerklasse III: 20.000 € Freibetrag, darüber in der Regel 30 % Steuer. Ehegatten und eingetragene Lebenspartner haben 500.000 €. Bei größeren Beträgen lohnt sich eine Steuerberatung.
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Quellen15 Quellen · 5 Herausgeber
Die Hochzahlen im Text verweisen auf diese Quellen.
- § 23 EStG – Private Veräußerungsgeschäfte – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de (abgerufen am 28.09.2026)
- Einzelfragen zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung bestimmter Kryptowerte (BMF-Schreiben) – Bundesministerium der Finanzen, 06.03.2025 (abgerufen am 28.09.2026)
- Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG), Volltext – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de (abgerufen am 28.09.2026)
- § 9 ErbStG – Entstehung der Steuer – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de (abgerufen am 28.09.2026)
- § 11 ErbStG – Bewertungsstichtag – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de (abgerufen am 28.09.2026)
- § 14 ErbStG – Berücksichtigung früherer Erwerbe – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de (abgerufen am 28.09.2026)
- § 16 ErbStG – Freibeträge – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de (abgerufen am 28.09.2026)
- § 30 ErbStG – Anzeige des Erwerbs – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de (abgerufen am 28.09.2026)
- § 9 BewG – Bewertungsgrundsatz, gemeiner Wert – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de (abgerufen am 28.09.2026)
- Erbschaft oder Schenkung; Anzeige beim Finanzamt – BayernPortal (Bayerische Staatsregierung), Stand 01.06.2026 (abgerufen am 28.09.2026)
- § 170 AO – Beginn der Festsetzungsfrist – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de (abgerufen am 28.09.2026)
- § 42 AO – Missbrauch von rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de (abgerufen am 28.09.2026)
- § 518 BGB – Form des Schenkungsversprechens – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de (abgerufen am 28.09.2026)
- Verordnung (EU) 2023/1113 über die Übermittlung von Angaben bei Geldtransfers und Transfers bestimmter Kryptowerte (Geldtransferverordnung) – Amtsblatt der Europäischen Union (EUR-Lex), 31.05.2023 (abgerufen am 28.09.2026)
- Aktuelle Entwicklungen zur geplanten Reform der Erbschaftsteuer – SPD legt Konzeptpapier vor – Heuking (Rechtsanwaltskanzlei), 22.01.2026 (abgerufen am 28.09.2026)
Dieser Artikel dient der Bildung und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.