Etappe 5 · Selbst verwahren — Schritt 4 von 4 · ≈ 7 Min.

Deine erste Auszahlung auf die eigene Wallet

Bitcoin von der Börse auf die eigene Wallet senden: Adresse prüfen, Testbetrag, Eigentumsnachweis nach der Travel Rule, Whitelist und Bestätigungen.

EinsteigerStand 28. September 202613 Quellen

Kurz gesagt~38 Sek.
  1. 01Erst die Wallet, dann die Auszahlung: Richte deine Wallet ein und sichere das Backup, bevor du Bitcoin dorthin sendest.
  2. 02Hol die Empfangsadresse direkt aus deiner Wallet und vergleiche nach dem Einfügen Anfang, Mitte und Ende – bei einer Hardware-Wallet auf dem Gerätedisplay.
  3. 03Sende zuerst einen Testbetrag. Die zweite Gebühr ist billiger als ein Fehler, denn Bitcoin-Transaktionen lassen sich nicht zurückholen.
  4. 04Bei Auszahlungen im Wert von mehr als 1.000 € an deine eigene Wallet muss die Börse prüfen, ob dir die Adresse gehört – etwa per signierter Nachricht oder Satoshi-Test.
  5. 05Die erste Bestätigung kommt im Schnitt nach rund zehn Minuten; für größere Beträge gelten sechs Bestätigungen (rund eine Stunde) als übliche Marke.

Vorher gutErste Wallet einrichtenSeed-Phrase sichern

Mit der Auszahlung auf deine eigene Wallet hältst du die Schlüssel selbst – nicht mehr die Börse. Der Vorgang ist einfach, hat aber keinen Rückgängig-Knopf. Auch wenn es deine erste Auszahlung ist: Wir gehen sie gemeinsam durch, Bildschirm für Bildschirm. Wann sich der Schritt für dich lohnt, erklärt Verwahrung verstehen.

Was du vorher brauchst

  • Eine eingerichtete Wallet mit gesichertem Backup. Deine Wiederherstellungsphrase (Seed-Phrase) ist auf Papier notiert und sicher verwahrt. Anleitungen: Deine erste Wallet einrichten und für größere Beträge Hardware-Wallet einrichten.
  • Ein geschütztes Börsenkonto. Die GlossarZwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)Anmeldung mit zwei unabhängigen Nachweisen, etwa Passwort plus Code aus einer Authenticator-App. Für Konten bei Börsen und Bitcoin-Apps ist 2FA ein Muss – SMS-Codes sind dabei die schwächste Variante.Im Lernpfad: Etappe 4 · Schritt 3 – Bitcoin kaufen →Im Glossar → ist aktiv, am besten per Authenticator-App statt SMS. Du hast Zugriff auf die hinterlegte E-Mail-Adresse, denn viele Anbieter schicken dorthin Bestätigungslinks.
  • Eine halbe Stunde Ruhe. Wer dich bei einer Auszahlung drängt oder „helfen“ will, ist ein Warnsignal.

Für den Anfang eignen sich gut dokumentierte Open-Source-Wallets wie BlueWallet oder am Computer Sparrow Wallet. Für größere Beträge ist eine Hardware-Wallet der übliche Tresor, etwa von BitBox (Werbelink, öffnet neues Fenster) oder Trezor (Werbelink, öffnet neues Fenster), direkt beim Hersteller gekauft. Welche Wallet-Art zu dir passt, zeigt Wallet-Arten im Überblick.

Die Empfangsadresse richtig prüfen

Heutige Wallets erzeugen meist GlossarBitcoin-AdresseEine Zeichenfolge wie „bc1q…“, an die dir jemand Bitcoin senden kann. Sie wird meist aus einem öffentlichen Schlüssel abgeleitet, lässt sich ohne Risiko für dein Guthaben weitergeben und sollte für jede Zahlung neu erzeugt werden.Im Glossar →, die mit bc1q oder bc1p beginnen. Hol die Empfangsadresse immer frisch aus der Empfangen-Ansicht deiner eigenen Wallet – nie aus einer E-Mail, einem Chat oder einer Transaktionsliste.

Das Adressformat enthält eine Prüfsumme: Jeder Fehler, der höchstens vier Zeichen betrifft, wird sicher erkannt.[5] Gegen eine vollständig andere, gültige Adresse – etwa die eines Betrügers – hilft die Prüfsumme aber nicht. Die BegriffBörse (Krypto-Börse)Handelsplattform, auf der Käufer und Verkäufer Bitcoin über ein Orderbuch miteinander handeln.Im Lernpfad: Etappe 4 · Schritt 2 – Anbieter wählen →Im Glossar →WerbungZugelassene Anbieter mit PartnerlinkAnbieter aus unserem VergleichBISONBörse · MiCA (BaFin)Zu BISON (Werbelink, öffnet neues Fenster)KrakenBörse · MiCA (CBI Irland)Zu Kraken (Werbelink, öffnet neues Fenster)BitvavoBörse · MiCA (AFM Niederlande)Zu Bitvavo (Werbelink, öffnet neues Fenster)Alle 7 im Vergleich – auch ohne Partnerschaft →*Werbelink: Eröffnest du darüber ein Konto oder kaufst etwas, erhalten wir eine Provision. Dein Preis ändert sich nicht. Wie wir Geld verdienen →18+ · Kryptowerte schwanken stark, Totalverlust möglich. Keine Einlagensicherung. meldet dann „Format gültig“, und das Geld wäre trotzdem weg.

Genau das nutzt eine Masche, vor der die europäischen Aufsichtsbehörden warnen: Betrüger senden dir Kleinstbeträge von einer Adresse, die einer dir bekannten ähnelt. Die Fälschung landet in deinem Verlauf und wird beim nächsten Kopieren versehentlich übernommen. Oft ändern die Täter Zeichen in der Mitte, damit ein Blick auf Anfang und Ende nicht reicht. Die Behörden raten außerdem, keine unbekannten QR-Codes zu scannen und keine Links aus unerwünschten Nachrichten zu öffnen.[4]

So prüfst du richtig:

  1. Adresse in der Wallet anzeigen und kopieren (oder den QR-Code mit der Börsen-App scannen).
  2. Nach dem Einfügen bei der Börse Anfang, Mitte und Ende mit der Anzeige deiner Wallet vergleichen – jeweils vier bis sechs Zeichen.
  3. Bei einer GlossarHardware-WalletEin eigenes kleines Gerät, das deine privaten Schlüssel offline aufbewahrt und Transaktionen intern unterschreibt. Der Schlüssel verlässt das Gerät nie – Schadsoftware auf deinem Computer kommt nicht an ihn heran.Im Lernpfad: Etappe 6 · Schritt 1 – Hardware-Wallets im Vergleich →Im Glossar → die Adresse zusätzlich auf dem Gerätedisplay bestätigen. Schadsoftware auf Handy oder Computer kann diese Anzeige nicht verändern.

Die Auszahlung Schritt für Schritt

Die Beispiel-Bildschirme zeigen eine generische „Musterbörse“ und eine „Beispiel-Wallet“; echte Anbieter ordnen die Schritte teils anders an. Im Beispiel liegen 0,003 BTC auf dem Konto; die Dollar-Werte rechnen mit einem Beispielkurs von 80.000 $ je BTC. Adressen, Codes und Gebühren sind erfunden.

Von der Musterbörse auf die eigene Wallet (Beispielkurs 80.000 $/BTC)

Schritt 1Adresse in deiner Wallet erzeugen – nie aus E-Mail, Chat oder Verlauf. (1) Bei einer Hardware-Wallet lässt du dir dieselbe Adresse auch auf dem Gerät anzeigen.
Schritt 2Netzwerk wählen. Für eine normale Bitcoin- oder Hardware-Wallet ist das „On-Chain“; Lightning nur, wenn deine Wallet Lightning-Zahlungen empfangen kann. (1) Netzwerk und Adresse müssen zusammenpassen.
Schritt 3Adresse einfügen und vergleichen. „Format gültig“ heißt nur: kein Tippfehler – nicht, dass es deine Adresse ist. (1) Anfang, Mitte und Ende mit der Wallet vergleichen. (2) Mit eindeutigem Namen im Adressbuch speichern.
Schritt 4Neue Adresse freigeben (Whitelist), hier per 2FA-Code. (1) Die Wartezeit ist lästig, schützt dich aber: Wer dein Konto übernimmt, kann nicht sofort an eine eigene Adresse auszahlen.
Schritt 5Angaben nach der Travel Rule: an deine eigene Wallet, an eine andere Person oder an einen anderen Anbieter? Antworte wahrheitsgemäß. (1) Über 1.000 € muss der Anbieter zusätzlich prüfen, ob die Adresse dir gehört.
Schritt 6Eigentumsnachweis per Signatur (die Musterbörse fragt schon beim ersten Mal). Du signierst in deiner Wallet einen vorgegebenen Text; die Börse prüft nur die Signatur. (1) Seed-Phrase und privater Schlüssel verlassen nie die Wallet. (2) Ohne Signierfunktion bleibt der Satoshi-Test.
Schritt 7Testbetrag eingeben und Kosten prüfen: Die Maske zeigt, was abgebucht wird und was ankommt. (1) Die zweite Auszahlungsgebühr – hier 1.000 sats, rund 0,80 $ – ist der Preis für die Gewissheit, dass alles funktioniert.
Schritt 8Eingang prüfen: erst „unbestätigt“, nach dem nächsten Block eine Bestätigung. (1) Erst wenn der Test angekommen ist, sendest du den Rest – an dieselbe geprüfte Adresse.

Beispielhafte Darstellung – echte Apps sehen im Detail anders aus.

Erst ein Testbetrag

Bitcoin kennt keine Rückbuchung. Ist eine Zahlung an eine falsche Adresse bestätigt, kann weder die Börse noch sonst jemand sie zurückholen. Ein Testbetrag ist deshalb die billigste Versicherung: Bei einer Pauschale von 1.000 sats kostet er zum Beispielkurs rund 0,80 $.

Die Bitcoin-GlossarTransaktionsgebühr (Netzwerkgebühr)Der Betrag, den eine Bitcoin-Transaktion an den Miner zahlt. Er richtet sich nach der Größe der Transaktion in vByte und der gebotenen Gebührenrate – nicht nach dem Betrag, den du überweist.Im Glossar → ist davon getrennt; ob du sie direkt zahlst oder sie in der Auszahlungsgebühr steckt, hängt vom Anbieter ab. Sie richtet sich nach der Größe der Transaktion und der Auslastung, nicht nach dem Betrag – deshalb lohnt es sich, Auszahlungen zu bündeln.

Eine Standardtransaktion mit einem Eingang und zwei Ausgängen ist rund 141 vB groß.[7] Bei 1 Glossarsat/vB (Satoshi pro virtuellem Byte)Einheit für die Gebührenrate einer Bitcoin-Transaktion: wie viele Satoshi du pro virtuellem Byte ihrer Größe zahlst. Je höher die Rate, desto eher nehmen Miner die Transaktion in einen Block auf.Im Glossar → kostet sie also rund 141 sats, bei 20 sat/vB rund 2.820 sats. Aktuell liegt die empfohlene Gebühr für den nächsten Block bei 2 sat/vB, für eine Bestätigung binnen etwa einer Stunde bei 1 sat/vB.[6] Alle Kostenarten im Vergleich zeigt Gebühren verstehen; Kauf- und Auszahlungskosten verschiedener Wege rechnet der Gebühren-Rechner durch.

Travel Rule und Eigentumsnachweis

Seit dem 30.12.2024 gilt in der EU die überarbeitete Geldtransferverordnung, kurz GlossarTravel Rule (Geldtransferverordnung)EU-Regel, nach der Krypto-Anbieter bei Übertragungen Angaben zu Absender und Empfänger mitschicken. Seit 30.12.2024 gilt zudem: Bei mehr als 1.000 € von oder an eine eigene Wallet prüft der Anbieter, ob die Adresse dir gehört.Im Glossar →.[1],[2] Krypto-Dienstleister müssen bei jedem Transfer Angaben zu Absender und Empfänger erfassen; eine Untergrenze gibt es dafür nicht.[1],[3] Deshalb fragt die Börse, ob du an deine eigene Wallet, an eine andere Person oder an einen anderen Anbieter sendest.

Bei Auszahlungen an eine selbst verwahrte Adresse im Wert von mehr als 1.000 € muss der Anbieter zusätzlich prüfen, ob die Adresse dir gehört oder von dir kontrolliert wird (Art. 14 Abs. 5 der Verordnung).[1] Die Grenze steht in Euro im Gesetz; maßgeblich ist der Euro-Wert im Moment der Auszahlung, nicht dein Kaufpreis.[2] Zur Orientierung: 1 BTC kostet aktuell 77.136 €.

Welche Nachweise infrage kommen, legen die Leitlinien der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) fest. Danach soll der Anbieter mindestens eines dieser Verfahren nutzen – oder ein anderes technisches Verfahren, das ebenso zuverlässig zeigt, wem die Adresse gehört:[2]

Verfahren So funktioniert es Gut zu wissen
Signierte Nachricht Du signierst in deiner Wallet einen vorgegebenen Text mit dem Schlüssel der Adresse und fügst die Signatur bei der Börse ein. Der private Schlüssel bleibt in der Wallet. Nicht jede Wallet kann Nachrichten signieren.[3]
Satoshi-Test Du sendest einen vom Anbieter festgelegten Kleinstbetrag von dieser Adresse an die Börse. Funktioniert mit jeder Wallet, kostet aber eine Netzwerkgebühr.
Online-Verifizierung Du zeigst die Adresse in deiner Wallet in einem Online-Verfahren wie bei der Video-Identifizierung. Mit oder ohne Mitarbeiter am anderen Ende.

Hat der Anbieter eine Adresse geprüft, dokumentiert er das und muss den Nachweis für diese Adresse in der Regel nicht wiederholen.[2] Die Abfrage ist Routine, kein Misstrauen: Die Verordnung regelt Auszahlungen an selbst verwahrte Adressen, sie verbietet sie nicht.[1] Den rechtlichen Rahmen erklärt MiCA & Regulierung einfach erklärt.

Whitelist und Adressbuch

Eine GlossarWhitelist (Adressbuch)Liste von Auszahlungsadressen, die du bei deinem Anbieter vorab hinterlegt und bestätigt hast. Ist sie aktiv, gehen Auszahlungen nur an diese Adressen – ein wirksamer Schutz, falls jemand in dein Konto eindringt.Im Glossar → ist eine Liste vorab freigegebener Auszahlungsadressen. Ist sie aktiv, zahlt der Anbieter nur an diese Adressen aus. Selbst wer an dein Passwort kommt, kann dann nicht ohne Weiteres an eine eigene Adresse auszahlen.

Die Freigabe läuft je nach Anbieter per 2FA-Code, E-Mail-Link oder beidem; manche schalten neue Adressen erst nach einer Wartezeit frei. Erledige Eigentumsnachweis und Freigabe deshalb in Ruhe, bevor du unter Zeitdruck gerätst.[3]

Für spätere Auszahlungen nimmst du die geprüfte Adresse aus dem Adressbuch, statt neu zu kopieren. Wiederverwendete Adressen machen Zahlungen allerdings leichter zuordenbar; wie du Sicherheit und Privatsphäre verbindest, erklärt Privatsphäre mit Bitcoin.

Nach dem Absenden: Bestätigungen

Die Börse nennt dir eine Transaktions-ID (TXID), mit der du die Zahlung in einem Block-Explorer verfolgst. Zuerst wartet die Transaktion im GlossarMempoolDer Zwischenspeicher, in dem eine Node gültige, aber noch unbestätigte Transaktionen sammelt, bis ein Miner sie in einen Block aufnimmt. Einen zentralen Mempool gibt es nicht – jede Node führt ihren eigenen.Im Glossar →. Nimmt ein Miner sie in einen Block auf, hat sie die erste GlossarBestätigung (Confirmation)Eine Transaktion hat eine Bestätigung, sobald sie in einem Block steht; jeder weitere Block zählt eine dazu. Mit jeder Bestätigung wird es schwerer, die Zahlung nachträglich zu verdrängen.Im Glossar →; jeder weitere Block zählt eine hinzu.[8]

1. Signieren: Deine Wallet unterschreibt (Sekunden). 2. Verbreiten: Nodes prüfen und leiten weiter (Sekunden). 3. Warten: im Mempool, sortiert nach Gebühr (Minuten bis Stunden). 4. Aufnehmen: Ein Miner packt sie in einen Block (Ø alle 10 Minuten). 5. Bestätigt: Jeder weitere Block sichert sie ab (6 Blöcke ≈ 1 Stunde).01SignierenDeine WalletunterschreibtSekunden02VerbreitenNodes prüfenund leiten weiterSekunden03Wartenim Mempool, sortiertnach GebührMinuten bis Stunden04AufnehmenEin Miner packt siein einen BlockØ alle 10 Minuten05BestätigtJeder weitere Blocksichert sie ab6 Blöcke ≈ 1 Stunde= deine Transaktion1. Signieren: Deine Wallet unterschreibt (Sekunden). 2. Verbreiten: Nodes prüfen und leiten weiter (Sekunden). 3. Warten: im Mempool, sortiert nach Gebühr (Minuten bis Stunden). 4. Aufnehmen: Ein Miner packt sie in einen Block (Ø alle 10 Minuten). 5. Bestätigt: Jeder weitere Block sichert sie ab (6 Blöcke ≈ 1 Stunde).01SignierenDeine Wallet unterschreibtSekunden02VerbreitenNodes prüfen und leiten weiterSekunden03Wartenim Mempool, sortiert nach GebührMinuten bis Stunden04AufnehmenEin Miner packt sie in einen BlockØ alle 10 Minuten05BestätigtJeder weitere Block sichert sie ab6 Blöcke ≈ 1 Stunde= deine Transaktion
Der Weg einer Transaktion. Bei einer Auszahlung signiert die Börse statt deiner Wallet; danach läuft alles wie bei jeder anderen Transaktion.Eigene Darstellung

Im Mittel wird alle zehn Minuten ein Block gefunden, doch die Abstände schwanken: Innerhalb von zehn Minuten kommt nur mit rund 63 % Wahrscheinlichkeit ein Block.[8] Auch eine halbe Stunde Warten kommt also vor.

Für den Testbetrag reicht es, wenn er in der Wallet sichtbar ist. Bei größeren Summen gelten sechs Bestätigungen, rund eine Stunde, als übliche Marke.[8] Warum eine höhere Gebühr schneller bestätigt wird, erklärt Transaktionen & Gebühren.

Steuer: kurz dokumentieren

Steuerlich ist eine Veräußerung die entgeltliche Übertragung an Dritte.[9] Die Übertragung auf deine eigene Wallet ist das nicht. Das Finanzamt kann aber eine Dokumentation von Umschichtungen verlangen und im Einzelfall genutzte Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes und Bestände zum Jahresende abfragen.[9]

Notiere deshalb Datum, Menge, Gebühr, Ziel-Wallet und TXID, und bewahre die Kaufbelege der Börse auf – sie zeigen, wann deine Haltefrist begonnen hat. Mehr in Dokumentation & Steuer-Tools. Das ist keine Steuerberatung.

Anbieter mit einfacher Auszahlung

Wie bequem und günstig du auszahlen kannst, ist ein Kriterium bei der Anbieterwahl (Stand: September 2026):

21bitcoin

Bitcoin-only-App aus Österreich: Auto-Invest-Sparplan ab 10 €, ab dem 8. Tag 0 % Kaufgebühr.

Nur Bitcoin MiCA-Zulassung (FMA Österreich), 11/2025 DE, AT

Gut für Einsteiger, die regelmäßig kleine Beträge per Sparplan kaufen möchten · Sparer, die ihre Bitcoin automatisch auf die eigene Wallet übertragen lassen möchten

Profil & Details

WerbungZu 21bitcoin (Werbelink, öffnet neues Fenster)auf 21bitcoin.app

*Werbelink: Eröffnest du darüber ein Konto oder kaufst etwas, erhalten wir eine Provision. Dein Preis ändert sich nicht. Wie wir Geld verdienen →

18+ · Kryptowerte schwanken stark, Totalverlust möglich. Keine Einlagensicherung.

BISON

Krypto-App der Gruppe Börse Stuttgart: keine Handelsgebühr, dafür ein Spread – Auszahlung auf die eigene Wallet: 0 € Gebühr (Stand 09/2026).

Mehrere Kryptowerte MiCA-Zulassung (BaFin): Verwahrung 01/2025, Handel (EUWAX AG) 04/2025 DE, AT, CH; übriger EWR auf eigene Initiative

Gut für Einsteiger, die einen Anbieter aus dem deutschen Börsenumfeld bevorzugen · Sparer, die ihre Bitcoin ohne Auszahlungsgebühr auf die eigene Wallet übertragen möchten

Profil & Details

WerbungZu BISON (Werbelink, öffnet neues Fenster)auf bisonapp.com

*Werbelink: Eröffnest du darüber ein Konto oder kaufst etwas, erhalten wir eine Provision. Dein Preis ändert sich nicht. Wie wir Geld verdienen →

18+ · Kryptowerte schwanken stark, Totalverlust möglich. Keine Einlagensicherung.

Kraken

Große Kryptobörse mit EU-Zulassung aus Irland: einfacher App-Kauf oder Orderbuch, Auszahlung auch per Lightning.

Mehrere Kryptowerte MiCA-Zulassung (Central Bank of Ireland), 06/2025 EU/EWR, CH, UK u. a.

Gut für Käufer, die mit der App starten und später zum günstigeren Orderbuch wechseln möchten · Bitcoiner, die per Lightning auf die eigene Wallet auszahlen wollen · Nutzer, die einen großen, lange etablierten Anbieter bevorzugen

Profil & Details

WerbungZu Kraken (Werbelink, öffnet neues Fenster)auf kraken.com

*Werbelink: Eröffnest du darüber ein Konto oder kaufst etwas, erhalten wir eine Provision. Dein Preis ändert sich nicht. Wie wir Geld verdienen →

18+ · Kryptowerte schwanken stark, Totalverlust möglich. Keine Einlagensicherung.

Bei Relai bekommst du von Anfang an eine eigene Wiederherstellungsphrase und musst gar nicht erst auszahlen.[13] Weitere Anbieter findest du in der Anbieter-Übersicht, Auswahlkriterien in Den richtigen Anbieter wählen.

Checkliste für die erste Auszahlung

Vor und nach dem Absenden

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Häufige Fragen

Was kostet eine Auszahlung auf die eigene Wallet?

Das legt der Anbieter fest: von keiner Gebühr über eine feste Pauschale bis zu einer Gebühr, die sich nach der Netzlage richtet. Die reine Netzwerkgebühr hängt von Größe und Auslastung ab – bei 1 sat/vB kostet eine Standardtransaktion rund 141 sats. Die Auszahlungsmaske zeigt dir die Kosten vor dem Absenden.

Muss ich der Börse beweisen, dass mir die Wallet gehört?

Bei Auszahlungen im Wert von mehr als 1.000 € an eine selbst verwahrte Adresse ja: Nach der EU-Geldtransferverordnung muss der Anbieter prüfen, ob die Adresse dir gehört. Üblich sind eine signierte Nachricht oder ein Satoshi-Test. Was dein Anbieter konkret verlangt, steht in dessen Hilfebereich.

Was passiert, wenn ich an eine falsche Adresse sende?

Das Geld ist in aller Regel verloren. Eine bestätigte Bitcoin-Transaktion kann weder die Börse noch sonst jemand zurückholen. Deshalb: Adresse aus der eigenen Wallet holen, gründlich vergleichen und zuerst einen Testbetrag senden.

Wie lange dauert es, bis die Bitcoin in meiner Wallet ankommen?

Viele Börsen senden Auszahlungen innerhalb von Minuten, manche sammeln sie und senden in Intervallen. Bis zur ersten Bestätigung vergehen dann im Schnitt rund zehn Minuten, manchmal deutlich länger. Deine Wallet zeigt die Zahlung meist schon vorher als „unbestätigt“ an.

Ist die Übertragung auf meine eigene Wallet steuerpflichtig?

Die Übertragung selbst nicht: Eine Veräußerung ist die entgeltliche Übertragung an Dritte, du verschiebst aber nur eigene Bitcoin. Notiere trotzdem Datum, Menge, Gebühr und Transaktions-ID, denn das Finanzamt kann Nachweise verlangen. Das ist keine Steuerberatung.

Deine Wissens-Blockchain

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Quellen13 Quellen · 13 Herausgeber

Die Hochzahlen im Text verweisen auf diese Quellen.

  1. Verordnung (EU) 2023/1113 über die Übermittlung von Angaben bei Geldtransfers und Transfers bestimmter Kryptowerte (Geldtransferverordnung) – Amtsblatt der Europäischen Union (EUR-Lex), 31.05.2023 (abgerufen am 28.09.2026)
  2. Guidelines on information requirements in relation to transfers of funds and certain crypto-assets transfers under Regulation (EU) 2023/1113 (Travel Rule Guidelines, EBA/GL/2024/11) – Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA), 04.07.2024 (abgerufen am 28.09.2026)
  3. Wallet-Eigentumsnachweis ab 1.000 Euro: Das gilt – Cryptoticker, 19.08.2026 (abgerufen am 28.09.2026)
  4. Crypto-Betrug – Seien Sie wachsam und schützen sich (Factsheet der Europäischen Aufsichtsbehörden) – EBA, EIOPA, ESMA, 01/2026 (abgerufen am 28.09.2026)
  5. BIP 173: Base32 address format for native v0-16 witness outputs – Bitcoin Improvement Proposals (abgerufen am 28.09.2026)
  6. Empfohlene Gebührensätze (API) – mempool.space (abgerufen am 28.09.2026)
  7. Transaction Size Calculator – Bitcoin Optech (abgerufen am 28.09.2026)
  8. Confirmation – Bitcoin Wiki (abgerufen am 28.09.2026)
  9. Einzelfragen zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung bestimmter Kryptowerte (BMF-Schreiben vom 06.03.2025) – Bundesministerium der Finanzen, 06.03.2025 (abgerufen am 28.09.2026)
  10. Fees – 21bitcoin (abgerufen am 28.09.2026)
  11. Costs and Fees – BISON (Boerse Stuttgart Digital) (abgerufen am 28.09.2026)
  12. Gebührenübersicht – Kraken (abgerufen am 28.09.2026)
  13. Relai – Startseite (deutsch) – Relai (abgerufen am 28.09.2026)

Dieser Artikel dient der Bildung und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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