Whitelist (Adressbuch)
Liste von Auszahlungsadressen, die du bei deinem Anbieter vorab hinterlegt und bestätigt hast. Ist sie aktiv, gehen Auszahlungen nur an diese Adressen – ein wirksamer Schutz, falls jemand in dein Konto eindringt.
AuchAdress-WhitelistWhitelistingAdressbuchAuszahlungs-WhitelistWithdrawal Whitelist
Eine Whitelist ist bei Börsen und Bitcoin-Apps ein Adressbuch für Auszahlungen. Du trägst die Bitcoin-AdressenGlossarBitcoin-AdresseEine Zeichenfolge wie „bc1q…“, an die dir jemand Bitcoin senden kann. Sie wird meist aus einem öffentlichen Schlüssel abgeleitet, lässt sich ohne Risiko für dein Guthaben weitergeben und sollte für jede Zahlung neu erzeugt werden.Im Lernpfad: Etappe 5 · Schritt 4 – Erste Auszahlung →Im Glossar → deiner eigenen Wallets ein und bestätigst sie, meist per E-Mail und Zwei-Faktor-AuthentifizierungGlossarZwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)Anmeldung mit zwei unabhängigen Nachweisen, etwa Passwort plus Code aus einer Authenticator-App. Für Konten bei Börsen und Bitcoin-Apps ist 2FA ein Muss – SMS-Codes sind dabei die schwächste Variante.Im Lernpfad: Etappe 4 · Schritt 3 – Bitcoin kaufen →Im Glossar →. Ist die Funktion eingeschaltet, gehen Auszahlungen nur noch an diese Adressen.
Wofür sie gut ist
- Gekapertes Konto: Wer dein Passwort erbeutet, kann dein Guthaben nicht einfach an eine eigene Adresse schicken. Manche Anbieter sperren neu eingetragene Adressen auf Wunsch zunächst, etwa für 24 Stunden – Zeit, um zu reagieren (Stand: September 2026).[1]
- Tippfehler und Tricks: Wer aus dem Adressbuch wählt, statt jedes Mal zu kopieren, fällt seltener auf untergeschobene, ähnlich aussehende Adressen herein.
- Weniger Aufwand bei der Travel RuleGlossarTravel Rule (Geldtransferverordnung)EU-Regel, nach der Krypto-Anbieter bei Übertragungen Angaben zu Absender und Empfänger mitschicken. Seit 30.12.2024 gilt zudem: Bei mehr als 1.000 € von oder an eine eigene Wallet prüft der Anbieter, ob die Adresse dir gehört.Im Lernpfad: Etappe 5 · Schritt 4 – Erste Auszahlung →Im Glossar →: Bei Auszahlungen über 1.000 € an eine selbst verwahrte Adresse muss der Anbieter prüfen, ob sie dir gehört.[2] Hat er das einmal festgestellt und dokumentiert, muss er die Prüfung bei späteren Auszahlungen an dieselbe Adresse nicht jedes Mal wiederholen.[3]
So gehst du vor
- Erzeuge in deiner Wallet eine Empfangsadresse und prüfe sie – bei einer Hardware-Wallet auf dem Gerätedisplay.
- Trag sie beim Anbieter ins Adressbuch ein, bestätige sie und schalte die Whitelist-Pflicht ein, falls es sie gibt.
- Mach erst eine kleine Testauszahlung, dann größere.
Ausführlich: Deine erste Auszahlung auf die eigene Wallet.
Verwandte Begriffe
Diese Begriffe hängen direkt damit zusammen.
- Dieser BegriffWhitelist(Adressbuch)
- Travel Rule (Geldtransferverordnung)EU-Regel, nach der Krypto-Anbieter bei Übertragungen Angaben zu Absender und Empfänger mitschicken. Seit 30.12.2024 gilt zudem: Bei mehr als 1.000 € von oder an eine eigene Wallet prüft der Anbieter, ob die Adresse dir gehört.
- Bitcoin-AdresseEine Zeichenfolge wie „bc1q…“, an die dir jemand Bitcoin senden kann. Sie wird meist aus einem öffentlichen Schlüssel abgeleitet, lässt sich ohne Risiko für dein Guthaben weitergeben und sollte für jede Zahlung neu erzeugt werden.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)Anmeldung mit zwei unabhängigen Nachweisen, etwa Passwort plus Code aus einer Authenticator-App. Für Konten bei Börsen und Bitcoin-Apps ist 2FA ein Muss – SMS-Codes sind dabei die schwächste Variante.
- PhishingBetrug mit gefälschten E-Mails, SMS, Websites oder Anrufen, die wie echte Börsen, Wallet-Hersteller oder Banken aussehen. Ziel sind Passwörter, 2FA-Codes – und vor allem deine Seed-Phrase.
- Selbstverwahrung (Self-Custody)Du hältst die privaten Schlüssel zu deinen Bitcoin selbst – in einer eigenen Wallet statt beim Anbieter. Niemand kann deine Bitcoin einfrieren. Aber niemand hilft dir, wenn du Seed-Phrase und Schlüssel verlierst.
Ausführlich erklärt
In diesen Artikeln gehen wir in die Tiefe:
- Etappe 5 · Schritt 4Erste AuszahlungBitcoin von der Börse auf die eigene Wallet senden: Adresse prüfen, Testbetrag, Eigentumsnachweis nach der Travel Rule, Whitelist und Bestätigungen.
- Vertiefung · Etappe 6Sicherheits-ChecklisteDrei abhakbare Checklisten – Basis, eigene Hardware-Wallet, großes Vermögen: So sicherst du Konto, Wallet und Seed-Phrase Schritt für Schritt ab.
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Quellen3 Quellen · 3 Herausgeber
Die Hochzahlen im Text verweisen auf diese Quellen.
- 24h Withdrawal Lock On Newly-Added Withdrawal Address – Crypto.com Help Center (abgerufen am 28.09.2026)
- Verordnung (EU) 2023/1113 über die Übermittlung von Angaben bei Geldtransfers und Transfers bestimmter Kryptowerte, Art. 14 Abs. 5 – Amtsblatt der Europäischen Union (EUR-Lex), 31.05.2023 (abgerufen am 28.09.2026)
- Guidelines on information requirements in relation to transfers of funds and certain crypto-assets transfers (Travel Rule Guidelines, EBA/GL/2024/11), Abschnitt 4.8.4 – Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA), 04.07.2024 (abgerufen am 28.09.2026)
Dieser Eintrag dient der Bildung und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.