Betrug erkennen & vermeiden: 13 Maschen und ihre Warnsignale
Phishing, falscher Support, Anlage- und Liebesbetrug, KI-Fälschungen: So erkennst du 13 typische Bitcoin-Maschen – und so handelst du im Ernstfall.
Kurz gesagt~34 Sek.
- 01Fast jede Masche folgt demselben Muster: Vertrauen aufbauen, Druck machen, eine Zahlung oder deine Seed-Phrase verlangen. Bitcoin-Zahlungen lassen sich danach nicht zurückholen.
- 02Die teuerste Masche in der FBI-Statistik ist Krypto-Anlagebetrug über Chats, Dating-Apps und gefälschte Plattformen: 2025 rund 7,2 Mrd. $ gemeldeter Schaden in den USA.
- 03Niemand Seriöses fragt nach deiner Seed-Phrase – kein Support, keine Börse, keine Behörde und auch wir nicht.
- 04„Steuern“ oder „Gebühren“ vor einer Auszahlung und Angebote, verlorenes Geld zurückzuholen, sind typische Zeichen für Betrug.
- 05Im Ernstfall: nichts mehr zahlen, Kontakt abbrechen, Passwörter ändern, Restguthaben auf eine neue Wallet bringen, Polizei und BaFin informieren.
Betrug kann jeden treffen, auch vorsichtige Menschen. Die meisten Maschen folgen aber wenigen Mustern – wer sie kennt, erkennt einen Versuch meist nach ein paar Sätzen.
Das Grundmuster: Vertrauen, Druck, keine Rückbuchung
Kryptowerte sind für Kriminelle attraktiv, weil sie weltweit erreichbar und schnell sind und sich Zahlungen oft nicht umkehren lassen.[1] Bei Bitcoin gilt das ausnahmslos: Eine bestätigte Transaktion kann niemand rückgängig machen, keine Bank und keine Hotline.
Fast jede Masche folgt drei Schritten:
- Vertrauen aufbauen: als Support, neue Bekanntschaft, erfolgreicher Trader oder Behörde.
- Druck machen: „Nur heute“, „Ihr Konto wird gesperrt“, „Die Gruppe ist fast voll“.
- Zugriff holen: eine Überweisung, eine Bitcoin-Zahlung, eine Fernwartungs-App oder deine Seed-PhraseGlossarSeed-Phrase (Recovery Phrase)Eine Folge aus meist 12 oder 24 Wörtern, aus der deine Wallet alle privaten Schlüssel ableitet. Wer die Wörter kennt, hat vollen Zugriff auf deine Bitcoin – deshalb gehören sie offline gesichert und niemals in fremde Hände.Im Lernpfad: Etappe 5 · Schritt 3 – Seed-Phrase sichern →Im Glossar →.
- 17 Mrd. $
- geschätzte Einnahmen aus Krypto-Betrug weltweit
- 2025, Hochrechnung Chainalysis; nachgewiesen: mind. 14 Mrd.
- 7,2 Mrd. $
- gemeldeter Schaden durch Krypto-Anlagebetrug in den USA
- 2025, FBI IC3
- 1,4 Mrd. $
- gemeldete Verluste in Beschwerden zu Rückholbetrug in den USA
- 2025, FBI IC3; kann Verluste aus dem vorigen Betrug enthalten
- 389 Mio. $
- gemeldeter Schaden über Krypto-Automaten in den USA
- 2025, FBI IC3; +58 % zum Vorjahr
Quellen: Chainalysis und der Jahresbericht der US-Bundespolizei FBI (Stand: 2025).[3],[2] Für Deutschland liegen uns keine so fein aufgeschlüsselten Zahlen vor; BaFin und Verbraucherzentralen warnen vor denselben Maschen.[5],[4]
Maschen, die an deine Zugangsdaten wollen
1. Phishing
Beim PhishingGlossarPhishingBetrug mit gefälschten E-Mails, SMS, Websites oder Anrufen, die wie echte Börsen, Wallet-Hersteller oder Banken aussehen. Ziel sind Passwörter, 2FA-Codes – und vor allem deine Seed-Phrase.Im Glossar → scheint eine E-Mail, SMS oder Nachricht von deiner Börse oder Wallet zu kommen: Ein Sicherheitsproblem müsse behoben werden, bitte hier einloggen oder die App aktualisieren. Der Link führt zu einer gefälschten Seite oder App, über die Kriminelle an deine Daten kommen.[1]
Warnsignale: Zeitdruck, ein Link oder QR-Code, eine Adresse mit fehlenden oder zusätzlichen Buchstaben im Firmennamen.[1] Schutz: Öffne deine Börse nur über die offizielle App oder ein selbst gespeichertes Lesezeichen.
2. Falscher Support
Du bittest in einem Forum oder sozialen Netzwerk um Hilfe mit deiner Wallet. Kurz darauf schreibt dir jemand privat – angeblich vom Support – und fragt nach Seed-Phrase, Passwort oder privatem Schlüssel.[1] Oder er will, dass du eine Fernwartungs-Software installierst, „um dir das Konto zu erklären“.[8]
Schutz: Echter Support meldet sich nicht ungefragt per Direktnachricht. Seriöse Unternehmen fragen nie per E-Mail, SMS oder Telefon nach Passwörtern oder Sicherheitscodes.[1] Hilfe holst du nur über die offizielle App oder Website.
3. Gefälschte Apps
Die App sieht aus wie das Original, stammt aber von Betrügern. Sie kommt oft über einen Link oder QR-Code aus einer Nachricht aufs Handy, getarnt als „dringendes Update“, und verschafft den Tätern Zugriff auf deine Daten.[1]
Schutz: Installiere nur offizielle Apps aus vertrauenswürdigen App-Stores und scanne keine unbekannten QR-Codes.[1] Vergleiche den Entwicklernamen mit der Angabe auf der Website des Herstellers. Liegt einer Hardware-Wallet schon eine ausgefüllte Wortliste bei, ist das Betrug – siehe Hardware-Wallet einrichten.
4. SIM-Swap
Beim SIM-SwappingGlossarSIM-SwappingBetrüger lassen deine Handynummer auf eine eigene SIM-Karte übertragen und empfangen so deine SMS-Codes. Damit übernehmen sie Konten, die nur per SMS abgesichert sind. Schutz: 2FA per App oder Sicherheitsschlüssel statt SMS.Im Glossar → bringen Kriminelle deinen Mobilfunkanbieter dazu, deine Rufnummer auf ihre SIM-Karte zu übertragen. Ab dann landen deine SMS-Codes bei ihnen, und dein Handy zeigt plötzlich „kein Netz“.[2]
Schutz: Sichere deine Börse mit Zwei-Faktor-AuthentifizierungGlossarZwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)Anmeldung mit zwei unabhängigen Nachweisen, etwa Passwort plus Code aus einer Authenticator-App. Für Konten bei Börsen und Bitcoin-Apps ist 2FA ein Muss – SMS-Codes sind dabei die schwächste Variante.Im Lernpfad: Etappe 4 · Schritt 3 – Bitcoin kaufen →Im Glossar → per Authenticator-App oder Hardware-Schlüssel statt per SMS. Hardwaregestützte Verfahren wie FIDO-Sicherheitsschlüssel bieten laut BSI ein hohes Maß an Sicherheit.[9] Frag deinen Mobilfunkanbieter nach einem Kundenkennwort für Vertragsänderungen.
Kurz-Check
Ein freundlicher Support-Mitarbeiter schreibt dir privat und bittet um deine 12 Wörter, um deine Wallet zu „synchronisieren“. Was stimmt?
Wer deine Seed-Phrase kennt, kann über deine Bitcoin verfügen. Seriöse Unternehmen fragen nie danach – auch nicht mit Häkchen, Logo oder freundlichem Ton.
Maschen mit falschen Versprechen
5. Pig Butchering: langsamer Vertrauensaufbau
Wie der Name („Schweineschlachten“) sagt, wird das Opfer erst über Wochen „gemästet“. Der Kontakt beginnt per SMS, in sozialen Netzwerken, über Werbung oder Dating-Apps und wechselt schnell in einen Messenger. Es folgen eine angebliche Insider-Gruppe, eine Trading-App mit Scheingewinnen und oft ein Kredit für „größere Chancen“. Wer auszahlen will, soll erst Steuern und Gebühren zahlen – danach verschwinden die Täter. Laut FBI stehen dahinter meist organisierte Banden in Südostasien, und keine andere Masche verursachte 2025 in den USA höhere gemeldete Schäden.[2]
6. Romance-Scam (Liebesbetrug)
Jemand, den du nie getroffen hast, schreibt dir oft, persönlich und romantisch. Profil und Fotos sind gefälscht, gestohlen oder mit KI erzeugt. Irgendwann geht es um eine Krypto-Investition mit „hoher Rendite und geringem Risiko“ – oft erst mit einer kleinen Einzahlung, damit alles seriös wirkt.[1]
Warnsignal: Die Bekanntschaft verschiebt Treffen immer wieder, will aber über Geld reden. Schutz: Schick nie Geld oder Bitcoin an Menschen, die du nur online kennst, und sprich mit einer Vertrauensperson.
7. Gefälschte Börsen und Trading-Plattformen
Die Website zeigt Kurse, Charts und dein wachsendes Guthaben. Meist findet aber gar kein Handel statt, die Gewinne sind erfunden. Vor der Auszahlung werden Steuern, Gebühren oder Versicherungen fällig.[8] Ein aktuelles Beispiel: Am 23.09.2026 warnte die BaFin vor einer Reihe nahezu identischer Websites angeblich „KI-gestützter Krypto-Handelsplattformen“ ohne gültiges Impressum. Die Daten aus den Kontaktformularen landen bei Betreibern von Handelsplattformen ohne Erlaubnis.[6]
Schutz: Prüfe jeden Anbieter, bevor du Geld schickst: Steht er im MiCAGlossarMiCA (Markets in Crypto-Assets)EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte. Seit 30.12.2024 brauchen Börsen, Broker und Verwahrer in der EU eine Zulassung; die letzte Übergangsfrist endete am 01.07.2026. MiCA regelt die Anbieter, nicht Bitcoin selbst.Im Lernpfad: Etappe 4 · Schritt 2 – Anbieter wählen →Im Glossar →-Register der ESMA? Gibt es eine Warnung der BaFin oder einen Eintrag in der internationalen Warnliste I-SCAN der IOSCO?[1] Wie du das Register liest, erklärt MiCA & Regulierung; worauf du bei der Wahl sonst achtest, zeigt Den richtigen Anbieter wählen.
8. WhatsApp- und Telegram-Gruppen
Mit Namen bekannter Finanzfirmen, Börsenexperten, Prominenter oder Politiker locken Betrüger Menschen in Anlagegruppen, umwerben sie dort über Tage oder Wochen und drängen sie dann zu Einzahlungen auf Trading-Plattformen. Typisch sind eine angeblich exklusive Gruppe mit begrenzten Plätzen, eine „sichere Geldanlage“ mit hohen Renditen und Druck, immer mehr einzuzahlen. Davor warnte die Verbraucherzentrale zuletzt im September 2026.[4]
Schutz: Tritt beim geringsten Zweifel aus der Gruppe aus und schick kein Geld und keine Bitcoin an Konten oder Adressen, die du nicht kennst.[4] Seit Oktober 2025 prüfen Banken bei SEPA-Überweisungen, ob Empfängername und IBAN zusammenpassen. Zeigt deine Bank eine Abweichung, überweise erst, wenn du den Empfänger selbst geprüft hast – Betrüger drängen ihre Opfer mitunter, diesen Hinweis zu ignorieren.[4]
9. Giveaway-Betrug
In sozialen Medien „verschenkt“ eine bekannte Person oder Firma Bitcoin: Du sollst zuerst einen Betrag senden und bekommst angeblich das Doppelte zurück. Logo und Website wirken offiziell. Wer zahlt, bekommt nichts.[1]
Faustregel: Ein Verdopplungsversprechen ist immer Betrug.
10. KI-Deepfakes
KI macht alle Maschen glaubwürdiger. Laut FBI setzen Anlage-Clubs KI-Videos und -Stimmen von Prominenten und Unternehmenschefs ein, und KI hilft, Tausende unterschiedlich wirkende Chats gleichzeitig zu führen.[2] Betrugsoperationen mit nachweisbaren Zahlungen an KI-Anbieter nahmen laut Chainalysis im Schnitt etwa 4,5-mal so viel ein wie andere.[3]
Schutz: Ein bekanntes Gesicht oder eine vertraute Stimme ist kein Beleg. Prüfe Angebote über die offizielle Website, die du selbst aufrufst. Verlangt ein Anrufer mit vertrauter Stimme Geld: auflegen und selbst unter der bekannten Nummer zurückrufen.
Maschen, die an deiner Lage ansetzen
11. Krypto-Automaten als Zahlungsweg
Jemand ruft an, angeblich von Polizei, Bank oder Behörde: Dein Geld sei in Gefahr, du sollst es abheben, in einen Bitcoin-AutomatenGlossarBitcoin-Automat (Krypto-Automat)Automat, an dem du Bargeld gegen Bitcoin tauschst. In Deutschland braucht der Betreiber eine Erlaubnis; die BaFin hat 2024 unerlaubte Geräte beschlagnahmt. Betrüger drängen Opfer gezielt zu Einzahlungen an solchen Automaten.Im Glossar → einzahlen und dabei einen QR-Code der Anrufer nutzen. Das FBI warnt ausdrücklich vor solchen Maschen. Rund zwei Drittel der 2025 in den USA gemeldeten Schäden über Krypto-Automaten, etwa 257 Mio. $, meldeten Menschen ab 60.[2]
Merksatz: Keine Polizei, Bank oder Behörde verlangt, dass du Geld in einen Krypto-Automaten einzahlst. Zur Rechtslage in Deutschland: Bitcoin-Automaten & Bargeld.
12. Rückholbetrug (Recovery-Scam)
Nach einem Betrug meldet sich jemand, der helfen will: eine Kanzlei, ein „Blockchain-Ermittler“, angeblich sogar Polizei, Steuerbehörde oder Finanzaufsicht. Gegen eine Gebühr soll dein Geld zurückkommen – oft ist das der nächste Betrug am selben Opfer.[1],[8] So warnte die BaFin im Dezember 2025 vor „RecoverX“, das Rückholdienste anbot und fälschlich behauptete, von der BaFin beaufsichtigt zu sein.[7]
Schutz: Zahle niemandem Vorkasse für eine Rückholung. Wende dich an Polizei, BaFin oder eine Anwältin bzw. einen Anwalt, die du selbst ausgewählt hast.
13. Wrench Attack: Gewalt statt Technik
Bei einer Wrench AttackGlossarWrench-Attacke ($5-Wrench-Attack)Ein Angriff mit Gewalt oder Drohung statt Technik: Täter zwingen Bitcoin-Besitzer, ihre Wallet zu entsperren oder Bitcoin zu überweisen. Der beste Schutz ist Diskretion – wer nicht als Besitzer bekannt ist, wird seltener zum Ziel.Im Glossar → bedrohen Täter Menschen direkt, um an ihre Bitcoin zu kommen – dagegen hilft keine Verschlüsselung. Jameson Lopp sammelt öffentlich bekannte Fälle; für 2025 enthält seine Liste Dutzende Einträge, darunter die Entführung eines Ledger-Mitgründers im Januar 2025 in Frankreich.[10]
Schutz: Sprich nicht öffentlich über deine Bestände. Wer zu viel über sich und seine Anlagen preisgibt, wird laut den Aufsichtsbehörden zum „einfachen Ziel“.[1] Für größere Beträge helfen eine Passphrase oder Multisig, damit niemand unter Druck alles auf einmal herausgeben kann. Mehr dazu: Privatsphäre mit Bitcoin.
So sehen Betrugsversuche aus
Die Bildschirme sind erfunden, aber typischen Fällen nachgebaut. Die Nummern erklärt jeweils die Bildunterschrift.
Erkennst du die Warnsignale?
Beispielhafte Darstellung – echte Apps sehen im Detail anders aus.
Die Adress-Vergiftung (Bildschirm 3) kommt ohne jeden Kontakt aus: Die Täter ändern oft nur die Mitte der Adresse und hoffen, dass du sie später aus dem Verlauf kopierst.[1]
Die roten Flaggen auf einen Blick
Die meisten dieser Signale nennen auch die europäischen Aufsichtsbehörden als Warnzeichen.[1]
| Rote Flagge | So klingt sie | Was du tust |
|---|---|---|
| Unaufgeforderter Kontakt | „Wir haben Ihre Frage gesehen …“ | Nicht antworten, selbst über offizielle Wege melden |
| Zu gute Versprechen | „Garantiert 3 % pro Woche“ | Ignorieren – hohe Rendite heißt hohes Risiko oder Betrug |
| Zeitdruck | „Nur noch heute“, „Konto wird gesperrt“ | Pause machen, eine Nacht darüber schlafen |
| Frage nach Seed, Passwort, Codes | „Zur Validierung Ihrer Wallet …“ | Sofort abbrechen – ausnahmslos Betrug |
| Link, QR-Code oder App aus einer Nachricht | „Bitte hier aktualisieren“ | Nur offizielle App oder Lesezeichen nutzen |
| Zahlung vor der Auszahlung | „Erst die Steuer, dann Ihr Gewinn“ | Nichts mehr zahlen, Anzeige erstatten |
| Ungewöhnlicher Zahlungsweg | Bitcoin-Automat, Geschenkkarten, fremde IBAN | Ablehnen – seriöse Stellen verlangen so etwas nicht |
| Anbieter ohne Zulassung | kein Registereintrag, kein Impressum | ESMA-Register und BaFin-Warnungen prüfen |
Teste dich: echt oder Betrug?
Sieben erfundene Nachrichten im Stil echter Fälle, zwei davon harmlos.
Echt oder Betrug?
0/7 Punkte
Schade, dass es mit dem Treffen wieder nicht klappt. Mein Onkel hat mir eine Trading-App gezeigt, damit mache ich jeden Monat 30 %. Fang doch klein an – ich helfe dir, das Konto einzurichten.
Woran du es erkennst
- Online-Bekanntschaft, die Treffen verschiebt, aber über Geld reden will.
- Unrealistische Rendite und eine unbekannte App – typisch für Pig Butchering.
Empfangsadresse prüfen: Stimmt diese Adresse Zeichen für Zeichen mit der Adresse in deiner App und beim Absender überein?
Woran du es erkennst
- Genau richtig: Adressen prüfst du auf dem Display des Geräts.
- Keine Frage nach Wörtern, PIN oder Codes.
Nur noch 3 Plätze frei! Unser Experte teilt heute exklusiv seinen Krypto-Geheimtipp. Sichere Geldanlage, 3 % pro Woche. Einzahlung über den Link im Profil.
Woran du es erkennst
- Angeblich exklusive Gruppe mit begrenzten Plätzen.
- „Sichere Geldanlage“ mit hohem Renditeversprechen.
Empfängerüberprüfung: Der eingegebene Name passt nicht zur IBAN. Möchtest du die Überweisung trotzdem ausführen?
Woran du es erkennst
- Echt: Seit Oktober 2025 gleichen Banken Empfängername und IBAN ab.
- Nimm die Warnung ernst – Betrüger drängen mitunter dazu, sie zu ignorieren.
Ich bin’s! Ich stecke in Schwierigkeiten und brauche sofort Bitcoin. Bitte erzähl niemandem davon – ich schicke dir gleich die Adresse.
Woran du es erkennst
- Stimmen lassen sich mit KI fälschen; Zeitdruck und Geheimhaltung sind Druckmittel.
- Auflegen und die Person unter der Nummer zurückrufen, die du kennst.
Ihr Erspartes ist in Gefahr. Heben Sie es ab und zahlen Sie es an einem Bitcoin-Automaten ein – mit dem QR-Code, den wir Ihnen senden, sichern wir es für Sie.
Woran du es erkennst
- Keine Behörde lässt dich Geld in einen Krypto-Automaten einzahlen.
- Der QR-Code gehört den Anrufern – das Geld landet direkt bei ihnen.
Betrug erlebt? Wir holen deine Bitcoin zurück und arbeiten eng mit der Finanzaufsicht zusammen. Nur eine kleine Bearbeitungsgebühr vorab.
Woran du es erkennst
- Rückholbetrug mit Vorkasse und angeblicher Nähe zur Aufsicht.
- Wende dich an Polizei, BaFin oder eine selbst gewählte Anwältin bzw. einen Anwalt.
Wir kontaktieren dich nie per Messenger und fragen nie nach deiner Seed-Phrase.
Wie gut deine eigenen Konten und Wallets gegen diese Maschen geschützt sind, prüft der Sicherheits-Check in wenigen Minuten.
Was tun im Ernstfall?
Handle schnell und ohne Scham – die Täter sind Profis. Die Aufsichtsbehörden empfehlen diese Schritte:[1]
Zahlungen stoppen, Kontakt abbrechen
Überweise nichts mehr – keine „letzte Gebühr“ und keine Vorkasse für eine angebliche Rückholung. Blockiere die Absender.
Passwörter ändern und Zugänge sperren
Ändere die Passwörter aller Konten, nicht nur des betroffenen: Kriminelle probieren erbeutete Passwörter bei vielen Diensten aus.[1] Hast du eine Fernwartungs-App installiert, deinstalliere sie und lass das Gerät prüfen.
Restguthaben in Sicherheit bringen
Ist deine Wallet kompromittiert – etwa weil du die Seed-Phrase eingegeben hast –, richte eine neue Wallet mit neuer Seed-Phrase ein und überweise das Restguthaben dorthin.[1] Die alte Seed-Phrase nutzt du nie wieder; die neue sicherst du wie in Seed-Phrase richtig sichern beschrieben.
Anbieter informieren
Melde den Fall über die offiziellen Kanäle deiner Börse. Liegen die Bitcoin der Täter auf einer regulierten Plattform, kann sie deren Konto eventuell einfrieren und die Adresse sperren.[1]
Anzeige erstatten und BaFin informieren
Sichere Belege: Chatverläufe, Screenshots, Adressen, Transaktions-IDs. Erstatte Anzeige – vor Ort oder über die Onlinewache deines Bundeslandes.[8] Das Verbrauchertelefon der BaFin erreichst du kostenfrei unter 0800 2 100 500, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, aus dem Ausland unter +49 228 299 70 299 (Stand: September 2026).[11]
Offizielle Seiten der BaFin:
- Warnmeldungen – wurde vor einer Plattform schon gewarnt?
- Datenbanken zu Instituten – ist ein Unternehmen zugelassen?
- Anlagebetrug erkennen – typische Maschen und Warnsignale
Kurz-Check
Eine Plattform zeigt dir 14.000 $ Gewinn. Für die Auszahlung sollst du zuerst 2.800 $ „Gewinnsteuer“ überweisen. Was tust du?
„Steuern“ oder Gebühren vor einer Auszahlung sind ein typisches Zeichen einer gefälschten Plattform; die Gewinne existieren meist nur auf dem Bildschirm. Rückholdienste mit Vorkasse sind oft der nächste Betrug.
Häufige Fragen
Kann ich Bitcoin zurückbekommen, die ich an Betrüger geschickt habe?
In aller Regel nicht: Eine bestätigte Bitcoin-Transaktion lässt sich nicht rückgängig machen. Liegen die Bitcoin bei einer regulierten Börse, kann diese das Konto der Täter manchmal einfrieren. Melde den Fall deshalb sofort deinem Anbieter, der Polizei und der BaFin – und zahle niemandem Geld für eine angebliche Rückholung.
Woran erkenne ich, ob eine Handelsplattform zugelassen ist?
Suche den Anbieter im MiCA-Register der ESMA und in den Warnmeldungen der BaFin. Ruf die Seiten selbst auf, nicht über einen Link aus einer Nachricht. Steht der Anbieter nicht im Register oder behauptet nur, von der BaFin beaufsichtigt zu sein, lass die Finger davon.
Ist jede Bitcoin-Werbung mit Prominenten Betrug?
Nicht jede, aber Betrüger nutzen bekannte Gesichter gezielt, und Videos wie Stimmen lassen sich mit KI täuschend echt fälschen. Versprechen wie „Ich verdopple deine Bitcoin“ oder „garantierte Gewinne“ sind immer ein Warnsignal – egal, wer sie scheinbar ausspricht.
Ich habe meine Seed-Phrase auf einer Website eingegeben. Was jetzt?
Geh davon aus, dass die Wallet kompromittiert ist. Richte sofort eine neue Wallet mit neuer Seed-Phrase ein und überweise alles Restguthaben dorthin. Die alte Seed-Phrase verwendest du nie wieder. Informiere anschließend Polizei und BaFin.
Fragt mich Blockchain21 jemals nach Daten oder Geld?
Nein. Wir fragen nie nach deiner Seed-Phrase, deinen Passwörtern oder 2FA-Codes, verwalten kein Geld und bieten weder Trading-Gruppen noch Rückholdienste an. Wer sich in unserem Namen so meldet, ist ein Betrüger.
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Quellen11 Quellen · 8 Herausgeber
Die Hochzahlen im Text verweisen auf diese Quellen.
- Krypto-Betrug – Seien Sie wachsam und schützen Sie sich (Factsheet, deutsche Fassung) – EBA, EIOPA und ESMA, 2025 (abgerufen am 28.09.2026)
- Internet Crime Report 2025 – FBI Internet Crime Complaint Center (IC3) (abgerufen am 28.09.2026)
- Crypto Scams 2026: Crypto Crime Report – Chainalysis, 13.01.2026 (abgerufen am 28.09.2026)
- Anlagebetrug über WhatsApp-Gruppen: Vorsicht vor diesen Maschen – Verbraucherzentrale, 17.09.2026 (abgerufen am 28.09.2026)
- Anlagebetrug – BaFin (abgerufen am 28.09.2026)
- Bafin warnt vor Plattformreihe: „KI-gestützte Krypto-Handelsplattform“ – BaFin, 23.09.2026 (abgerufen am 28.09.2026)
- RecoverX: BaFin warnt vor Angeboten auf der Website e-sec-crypto(.)io – BaFin, 05.12.2025 (abgerufen am 28.09.2026)
- Cybertrading-Betrug – Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (abgerufen am 28.09.2026)
- Zwei-Faktor-Authentisierung – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) (abgerufen am 28.09.2026)
- Physical Bitcoin Attacks – Jameson Lopp (GitHub) (abgerufen am 28.09.2026)
- Verbrauchertelefon – BaFin (abgerufen am 28.09.2026)
Dieser Artikel dient der Bildung und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.