SIM-Swapping
Betrüger lassen deine Handynummer auf eine eigene SIM-Karte übertragen und empfangen so deine SMS-Codes. Damit übernehmen sie Konten, die nur per SMS abgesichert sind. Schutz: 2FA per App oder Sicherheitsschlüssel statt SMS.
AuchSIM-SwapSIM SwapSIM-Tausch-BetrugRufnummern-ÜbernahmeSIM-Hijacking
Kriminelle geben sich bei deinem Mobilfunkanbieter als du aus, etwa mit der Behauptung, das Handy sei verloren. Die nötigen Daten spähen sie vorher im Internet und in sozialen Netzwerken aus oder erbeuten sie per Phishing. Bekommen sie eine SIM-Karte mit deiner Nummer, landen Anrufe und SMS bei ihnen – auch die Bestätigungscodes von Bank oder Börse.[1]
Warum das Bitcoin-Besitzer trifft
Wer deine Nummer kontrolliert, kann ein Börsenkonto übernehmen, das sich per SMS zurücksetzen lässt oder Anmeldung und Auszahlung nur mit SMS-Codes schützt. Beim Internet Crime Complaint Center des FBI gingen 2025 insgesamt 971 Beschwerden zu SIM-Swapping ein, mit rund 17,4 Mio. $ gemeldetem Schaden (alle Kontoarten, nicht nur Krypto).[2]
Warnzeichen
- Dein Handy kann plötzlich keine SMS mehr senden, nicht telefonieren und keine mobilen Daten nutzen – und ein Funkloch ist nicht der Grund.[1]
- Du bekommst Hinweise auf Anmeldungen oder Passwortänderungen, die du nicht ausgelöst hast.
So schützt du dich
- Für Börsen und Bitcoin-Apps 2FAGlossarZwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)Anmeldung mit zwei unabhängigen Nachweisen, etwa Passwort plus Code aus einer Authenticator-App. Für Konten bei Börsen und Bitcoin-Apps ist 2FA ein Muss – SMS-Codes sind dabei die schwächste Variante.Im Lernpfad: Etappe 4 · Schritt 3 – Bitcoin kaufen →Im Glossar → per Authenticator-App oder Sicherheitsschlüssel nutzen, nicht per SMS.
- Beim Mobilfunkanbieter eine PIN oder Sicherheitsfrage hinterlegen, die du nirgends sonst nutzt.[1]
- Die Handynummer nicht als einzigen Weg zur Kontowiederherstellung eintragen.
- Wenig Persönliches öffentlich teilen.
- Im Ernstfall sofort Mobilfunkanbieter, Bank und Börse kontaktieren.
Verwandte Begriffe
Diese Begriffe hängen direkt damit zusammen.
- Dieser BegriffSIM-Swapping
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)Anmeldung mit zwei unabhängigen Nachweisen, etwa Passwort plus Code aus einer Authenticator-App. Für Konten bei Börsen und Bitcoin-Apps ist 2FA ein Muss – SMS-Codes sind dabei die schwächste Variante.
- PhishingBetrug mit gefälschten E-Mails, SMS, Websites oder Anrufen, die wie echte Börsen, Wallet-Hersteller oder Banken aussehen. Ziel sind Passwörter, 2FA-Codes – und vor allem deine Seed-Phrase.
- Verwahrer (Custodial)Ein Anbieter wie eine Börse oder App, der die privaten Schlüssel für dich hält. Bequem, weil der Support bei Passwortverlust hilft – du hältst die Bitcoin aber nicht selbst und bist darauf angewiesen, dass der Anbieter auszahlt.
- Börse (Krypto-Börse)Handelsplattform, auf der Käufer und Verkäufer Bitcoin über ein Orderbuch miteinander handeln. Der Preis entsteht aus Angebot und Nachfrage, die Gebühren folgen meist dem Maker-Taker-Modell.
Ausführlich erklärt
In diesen Artikeln gehen wir in die Tiefe:
- Etappe 6 · Schritt 2Betrug erkennenPhishing, falscher Support, Anlage- und Liebesbetrug, KI-Fälschungen: So erkennst du 13 typische Bitcoin-Maschen – und so handelst du im Ernstfall.
- Vertiefung · Etappe 6Sicherheits-ChecklisteDrei abhakbare Checklisten – Basis, eigene Hardware-Wallet, großes Vermögen: So sicherst du Konto, Wallet und Seed-Phrase Schritt für Schritt ab.
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Quellen2 Quellen · 2 Herausgeber
Die Hochzahlen im Text verweisen auf diese Quellen.
- SIM-Swapping: Wenn Betrüger die Mobilfunknummer kapern – Bundesverband deutscher Banken, 07.10.2021 (abgerufen am 28.09.2026)
- Internet Crime Report 2025 – FBI Internet Crime Complaint Center (IC3), 2026 (abgerufen am 28.09.2026)
Dieser Eintrag dient der Bildung und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.