Anbieter · Software-Wallet

Phoenix

Lightning-Wallet von ACINQ mit eigenen Schlüsseln: ein echter Lightning-Knoten auf dem Smartphone, ohne Kanalverwaltung.

Software ohne Verwahrung – keine Finanzlizenz nötigNur Bitcoin App Store und Google Play, Android auch als APK über GitHub

Fakten auf einen Blick

Kategorie
Software-Wallet
Angebot
Nur Bitcoin
Regulierung / Aufsicht
Software ohne Verwahrung – keine Finanzlizenz nötig
Sitz
Frankreich
Verfügbar für
App Store und Google Play, Android auch als APK über GitHub
Lightning
Ja
Selbstverwahrung (eigene Schlüssel)
Ja
Gebühren (Kurzinfo)
Senden per Lightning 0,4 % + 4 sats; Kanal-Eröffnung 1.000 sats; fehlende Empfangskapazität 1 % + Mining-Gebühr (Stand 09/2026)
Plattformen
iOS, Android
Open Source
Ja
Stand
28. September 2026

Angaben ohne Gewähr, bitte beim Anbieter prüfen.

Für wen eignet sich das?

  • Nutzer, die kleine Beträge schnell und günstig per Lightning senden wollen
  • Einsteiger, die Lightning ausprobieren möchten, ohne Kanäle selbst zu verwalten

Stärken & Schwächen

+Stärken

  • Selbstverwahrung mit 12-Wort-Wiederherstellungsphrase
  • Open Source (Apache 2.0)
  • Keine manuelle Kanalverwaltung dank Splicing (ein dynamischer Kanal)
  • Empfangen und Senden per Lightning und On-Chain in einer App

−Schwächen

  • ACINQ sieht laut eigener FAQ Ziel und Betrag deiner Zahlungen
  • Kanal- und Liquiditätsgebühren machen sehr kleine erste Einzahlungen teuer
  • Fällt ACINQ aus, dauert die Rückholung auf die Blockchain rund 5 Tage und kostet hohe Gebühren

Einordnung

Was ist Phoenix?

Phoenix ist eine Wallet für das GlossarLightning-Netzwerk (Lightning Network)Eine zweite Ebene auf Bitcoin für schnelle, günstige Zahlungen. Über Zahlungskanäle werden Beträge außerhalb der Blockchain verschoben; nur das Öffnen und Schließen eines Kanals landet als normale Transaktion in einem Block.Im Lernpfad: Etappe 1 · Schritt 3 – Wie funktioniert Bitcoin? →Im Glossar →, entwickelt von ACINQ aus Paris [1]. Die App gibt es für iOS und Android, quelloffen unter Apache-2.0-Lizenz [2]. Sie ist ein eigenständiger Lightning-Knoten auf deinem Smartphone, und die Schlüssel hast du selbst [3].

Um Kanäle musst du dich nicht kümmern: Seit 2023 hat jeder Nutzer nur einen Kanal zu ACINQ, der per „Splicing“ mitwächst [4]. Auch normale On-Chain-Zahlungen kannst du senden und empfangen; Phoenix wickelt sie im Hintergrund über deinen Lightning-Kanal ab [3]. Wie Lightning funktioniert, erklärt Das Lightning-Netzwerk.

Kosten (Stand: September 2026)

Vorgang Gebühr
Senden per Lightning 0,4 % + 4 sats
Empfangen per Lightning keine Gebühr, solange im Kanal Platz ist
Empfangen ohne ausreichende Kapazität 1 % + Mining-Gebühr
Empfangskapazität vorab anfordern 1 % + Mining-Gebühr
Kanal-Eröffnung einmalig 1.000 sats
On-Chain senden oder empfangen Mining-Gebühr (beim Senden selbst wählbar)

Die erste Einzahlung eröffnet deinen Kanal: Zur Mining-Gebühr (per Lightning plus 1 %) kommen einmalig 1.000 sats. Liegt die Gebühr über 5.000 sats oder über der Hälfte des Betrags, lehnt Phoenix die Zahlung standardmäßig ab; die Grenze lässt sich in den Einstellungen ändern [3]. Sehr kleine erste Einzahlungen lohnen sich deshalb nicht. Zur Einordnung: 1 $ entspricht aktuell 1.159 sats.

Sicherheit und Verwahrung

Bei der Einrichtung erzeugt Phoenix eine Wiederherstellungsphrase aus 12 Wörtern. Nur du hast sie – geht sie verloren, ist dein Guthaben verloren [2]. Bewahre sie offline auf wie jede GlossarSeed-Phrase (Recovery Phrase)Eine Folge aus meist 12 oder 24 Wörtern, aus der deine Wallet alle privaten Schlüssel ableitet. Wer die Wörter kennt, hat vollen Zugriff auf deine Bitcoin – deshalb gehören sie offline gesichert und niemals in fremde Hände.Im Lernpfad: Etappe 5 · Schritt 3 – Seed-Phrase sichern →Im Glossar →. Nutze sie nicht gleichzeitig in zwei Phoenix-Apps, sonst können Kanäle geschlossen werden [3].

Phoenix ist eine GlossarHot WalletEine Wallet, deren private Schlüssel auf einem Gerät mit Internetverbindung liegen – etwa eine Smartphone-App. Praktisch für Zahlungen und kleine Beträge, aber stärker Angriffen aus dem Netz ausgesetzt als Cold Storage.Im Lernpfad: Etappe 5 · Schritt 1 – Verwahrung verstehen →Im Glossar → auf einem Smartphone mit Internetverbindung: praktisch für Alltagsbeträge, für Ersparnisse ist eine GlossarHardware-WalletEin eigenes kleines Gerät, das deine privaten Schlüssel offline aufbewahrt und Transaktionen intern unterschreibt. Der Schlüssel verlässt das Gerät nie – Schadsoftware auf deinem Computer kommt nicht an ihn heran.Im Lernpfad: Etappe 6 · Schritt 1 – Hardware-Wallets im Vergleich →Im Glossar → sicherer.

Worauf du achten solltest

  • Datenschutz: Laut ACINQ bietet Phoenix derzeit keinen Datenschutzvorteil gegenüber verwahrenden Wallets. ACINQ kennt Ziel und Betrag deiner Zahlungen [3].
  • Etwas Vertrauen bleibt: Wird dein Kanal durch eine eingehende Lightning-Zahlung eröffnet oder vergrößert, vertraust du ACINQ, bis die Transaktion auf der Blockchain bestätigt ist [3].
  • Abhängigkeit von ACINQ: Verschwindet ACINQ, bleibt dein Guthaben sicher, aber Lightning-Zahlungen gehen nicht mehr. Dann schließt du deinen Kanal einseitig; nach 720 Blöcken (rund 5 Tage) liegt das Guthaben wieder auf der Blockchain. Das kostet hohe Gebühren und ist nur für diesen Notfall gedacht [3].

Passende Artikel

Hier erklären wir die Grundlagen, die du vor einem Abschluss kennen solltest:

Quellen4 Quellen · 4 Herausgeber

Die Hochzahlen im Text verweisen auf diese Quellen.

  1. ACINQ, Startup Behind Eclair Lightning Implementation, Raises $8M – Bitcoin Magazine, 09.10.2019 (abgerufen am 28.09.2026)
  2. Phoenix – Quellcode (GitHub) – ACINQ (abgerufen am 28.09.2026)
  3. Phoenix – FAQ – ACINQ (abgerufen am 28.09.2026)
  4. Introducing the new Phoenix – ACINQ, 11.07.2023, aktualisiert 15.12.2023 (abgerufen am 28.09.2026)

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